Erste Bildimpressionen von der Ausstellung „Teuflisches Werkzeug – Thüringer Burgen im Krieg“ auf Burg Kapellendorf

Blick in das Steingewölbe der Kemenate zu Kapellendorf. Insgesamt werden aus sieben Belagerungen (Zeitraum: 1212-1451) Blidensteine gezeigt. Die teils bis 120 Kg schweren Steine („Kaisersteine“ von Weißensee) sind einzigartige Relikte und Exponate und vorallem die letzten Zeugen schwerster Belagerungskämpfe in Thüringen.

Die Arnstädter Blidensteine sind die letzten steinernen Zeugen der Belagerung Arnstadts durch landgräfliche und erfurtische Truppen im Jahr 1342. Dabei kamen mindestens drei Erfurter Bliden (Steinschleuder-Maschinen) zum Einsatz, die den Mauern und Türmen der Stadt schwer zusetzten. Arnstadt sollte – so wollten es die Erfurter – vollständig zerstört werden. Doch die Ausschaltung des unliebsamen ökonomischen und politischen Gegners mißlang.  Der Thüringer Landgraf erklärte Arnstadt zu seinem Lehen (welches dem Grafen zu Schwarzburg gehörig war) und umging so die Forderung der Erfurter, die die ganze Belagerung als Akt eines „Landfriedenseinsatzes“ sahen. Neben Blidensteinen werden Büchsensteine, Armbrustbolzenspitzen, Ritterhelme, eine Vegetiusausgabe von 1553 sowie zahlreiche weitere hochinteressante Funde gezeigt. Meine Empfehlung – besuchen Sie Burg Kapellendorf!

Burgvögtin Marie Linz und Blidenmann Kirchschlager bei der Buchpremiere „Teuflisches Werkzeug – Thüringer Burgen im Krieg“ am 17. Mai 2018 auf Burg Kapellendorf.


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