Feb
16
2012
Am 24. März findet im Hotel “Goldene Henne” Arnstadt die nächste Kriminaliaveranstaltung mit Kriminaloberrat a. D. Klaus Dalski und Michael Kirchschlager statt. Einlaß 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr. Kartenreservierungen sind erforderlich (Tel. 03628 589560). Im Preis von 29,90 Euro sind ein Gals Sekt, ein Roman aus dem Verlag Kirchschlager sowie ein Drei-Gänge-Menü enthalten. Michael Kirchschlager liest aus seinem Manuskript “Hans Stahl” (nominiert für den Thüringer Krimipreis) und unterhält sich mit dem Kriminalisten Klaus Dalski über Tätermotive, Jugendsünden und Verbrechen. Beide Autoren versprechen einen unterhaltsamen Abend.

Klaus Dalski und Michael Kirchschlager - Wer lacht da?
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Feb
16
2012
Die gestrige Krimilesung in der Arnstädter Stadt- und Kreisbibliothek wurde ein großer Erfolg. Jetzt muß man warten, ob und wann die beiden Romane “Bei Nacht sind alle Katzen grau” von Katharina Schendel und “Hans Stahl” von Michael Kirchschlager verlegt werden. In Arnstadt ist das Interesse jedenfalls groß und so mancher aus Politik, Kultur und Wirtschaft hat Unterstützung angeboten. Die heimische Presse unterstützte die Autoren ebenso kräftig. Dafür danke ich an dieser Stelle allen Beteiligten, besonders Georg Bräutigam vom Arnstädter Werksausschuß, Andrea Feld und Ute Wall von der Stadt- und Kreisbibliothek, den beiden Arnstädter Buchhandlungen, den Vertretern der Presse von Thüringer Allgemeine Arnstadt, Freies Wort, Arnstädter Stadtecho, Allgemeiner Anzeiger und Kulturjournal, dem Sutton Verlag Erfurt sowie allen Krimi-Freunden, die mitgeholfen haben. Gemeinsam schafft man vieles.

Georg Bräutigam, Katharina Schendel, Michael Kirchschlager und Andrea Feldt (v. l. n. r.)
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Jan
17
2012
Der Gestank, der von der Leiche ausging, war entsetzlich. Pfaffe schleppte sein tropfendes Leichenbündel in eine Ecke des großen Hofes des Hurenhauses, wo keine Sonne hinschien, und ließ es fallen. Dann rollte er die Rebecca aus, übergoß sie mit Brunnenwasser und trocknete sie mit groben Tüchern ab. Während der Leichenreinigung erschienen erneut die Herren des Gerichts, Herr Bürgermeister Fischer, der Herr Amtsrichter und der Herr Gerichtsschreiber Kropf. Sie unterhielten sich leise und mit abgewandtem Rücken. Offensichtlich teilte der Herr Amtsrichter den Inhalt des ersten Verhörs des Herrn von Ingersleben mit.
Inzwischen traf Herr Doktor Breithaupt ein, der einen Kollegen und einen Studenten der Medizin mitbrachte. Der Mediziner verkündete, die Sezierung gleich im Hof des Bordells vornehmen zu wollen, wofür er eigens einen Tisch benötigte, der darauf von den Schönfrauen herbeigeschafft wurde. Continue reading
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Jan
16
2012
Am nächsten Morgen, das erste Läuten der Glocken Unser Lieben Frauen war schon eine Weile her, klopfte es wie wild an unsere Haustür. Ich wohnte im zweiten Geschoß und hatte meine Schlafstube direkt über der Pforte, gerade um schnell geweckt werden zu können. Mein Kopf war noch ordentlich schwer vom vorabendlichen Gelage, und wie ich zum Fenster stolperte, fühlte ich einen leichten Schwindel. Ich sah aus dem Fenster und schaute in das blutleere Gesicht meines Fähnrichs, des langen Frienstedt. Continue reading
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Jan
12
2012
Wegen der Sache mit den Mordbrennern (Hans Stahl hat in den vorangegangenen Kapiteln zwei Mordbrenner ins Jenseits befördert-Anmerkung d. Verf.) war ich unserem Stadtkommandanten derart ans Herze gewachsen, daß er beschloß, mich unter seine besonderen Fittiche zu nehmen, was kurzum hieß, ich mußte ihn fortan wie ein abgerichteter Hund auf allen seinen Wegen und Patrouillen begleiten. Doch ich nahm es mit großer Gelassenheit, war ich ja schließlich ein Fähnrich, und so kam es, daß ich das Handwerk des Stadtsoldaten von der Pike auf erlernte. Continue reading
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Jan
10
2012
Am Tag meiner Geburt, es war der 6. November im Jahre Christi 1589, sah man die ganze Nacht über ein feuriges Gewölk am Himmel über der gräflich schwarzburgischen Residenzstadt Arnstadt. Bangten die beiden Frauen, die meiner Mutter beim Kreißen zur Seite standen, die Wehemutter Barbara Dintmut und meine gute Muhme Anna Sabina aus diesem Grund um das Leben der zukünftigen Wöchnerin, gebot mein Vater dem abergläubischen Geschwätz der beiden Weiber, die immer irgend etwas von bösen Vorzeichen faselten, Ruhe und deutete das glutrote Firmament statt dessen als gutes Zeichen für unsere hochehrbare Schmiedezunft.
Meine Mutter, Justina Stahl, geborene Stör, Tochter des berühmten Suhler Waffenmeisters und Büchsenschmiedes Christian Stör, hielt sich tapfer, und nach einigen Stunden recht anstrengender Arbeit erblickte ein ziemlich großer Bursche das Licht der Welt. Man taufte mich Johann, auf den Namen meines Taufpaten, Hans Büchsenschmied, Bürger und Nagelschmied aus der kleinen Rosengasse, und meiner Familie bester Freund. Continue reading
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Jan
10
2012
Die Handlung des Romans ist frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen wäre rein zufällig und nicht gewollt.
Prolog
Als Madame Ampolonia das vereinbarte, nur zu vertraute Klopfzeichen an der Pforte vernahm, hatte Lorenz Gleichmann, Nachtwächter der gräflich schwarzburgischen Residenzstadt Arnstadt, sämtliche Einwohner, ob alt oder jung, arm oder reich, schon vor einer Stunde in die Betten geschickt. Madame Ampolonia, die mit bürgerlichem Namen Anna Katharina Pfotenhauer hieß, war schon seit vielen Jahren die Aufseherin des hiesigen Hurenhauses. Sie kümmerte sich wie eine Mutter um das halbe Dutzend Schönfrauen, das hier im Bordell in der Großen Rosengasse an allen Tagen außer sonntags zahlungswilligen Bürgern der Stadt, Kaufleuten, Reisenden aus nah und fern oder einfach Mannspersonen, die ihre heißen Gelüste abkühlen wollten, zu Willen war. Continue reading
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