Juli 8 2013

Im Gespräch mit dem e-Magazin „Film und Buch“

Herr Kirchschlager, Sie sind einer der bekanntesten Kleinverleger Deutschlands. Wie kam es zur Gründung des Kirchschlager Verlags? Stand es von Anfang an fest, dass Sie sich in Ihrem Programm auf historische Kriminalfälle konzentrieren wollen?

Ich wusste gar nicht, dass ich einer der bekanntesten Kleinverleger bin. Danke für die Blumen. Ich wollte nie Verleger werden. Es geschah aus der Not heraus. Viele Menschen meinen, auch durch Medien getäuscht, Verleger sind reiche Leute. Ein absoluter Trugschluss! Unser Programm entwickelte sich relativ schnell zu den Sachbüchern mit kriminalhistorischem Inhalt hin. Zukünftig werden wir diese Sparte weiter ausbauen.

Welches Buch aus Ihrem Verlag ist bisher am erfolgreichsten?

Historische Serienmörder I – Menschliche Ungeheuer vom späten Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Reihe wird fortgesetzt. Bald erscheint Band III als 1. Sonderband: Armin Rütters: Karl Denke – Der Kannibale von Münsterberg. Ein deutscher Serienmörder.

Sie sind nicht nur Verleger, sondern auch Historiker. Was interessiert Sie als Historiker an den außergewöhnlichen Fällen, die Sie in Ihren Büchern (wie z.B. in den Bänden der „Bibliothek des Grauens“) erwähnen, am meisten?

Die Art und Weise der Rechtsprechung, die Faszination, die in dem „Unglaublichen“ liegt, der Spannungsbogen zwischen Wahrheit und Übertreibung. Besonders interessieren mich Flugblätter mit Kriminalfällen, Flugschriften zu Mord- und Übeltaten (da bin ich schon auf viele unbekannte Serienmörder gestoßen), das Verhältnis zwischen Verbrechen und Aberglauben (Diebslichter, Kindesmorde, um an die Herzen der Ungeborenen zu kommen usw.), Geschichten von Werwölfen und Vampiren (nicht die, die von der Sorte aus Twilight sind! ) und nicht zuletzt die gesamte Palette der Kuriosa (Basilisken, Monster, Wundergeburten).

Für die Bücher ist sicherlich eine Unmenge an Recherchearbeit vonnöten. Wie finden Sie jeweils diese spannenden und rätselhaften Berichte?

Unsere Autoren und ich recherchieren in Bibliotheken und Archiven gezielt nach Kriminalfällen. So stieß Michael Horn für unseren Band zu Mord- und Übeltaten auf frühneuzeitlichen Flugblättern auf eine wahre Fundgrube neuen Materials zu dem Fall des tausendfachen Serienmörders Christman Gniperdoliga. Aber wir sichten auch bekannte Bestände, wie z. B. die Wickiana oder Zeitungsbestände. Letzteres ist das Arbeitsfeld von Wolfgang Krüger, der die „Kriminalchronik des Dritten Reiches“ bearbeitet. Und manchmal machen wir hochinteressante Zufallsfunde, wie eine „Moritat“ auf Peter Nirsch oder ein Flugblatt von einem schweizerischen Serienmörder.

Ihre Bücher beinhalten eine Vielzahl von Überlieferungen unheimlicher Ereignisse und rätselhafter Zwischenfälle. Gibt es unter diesen Überlieferungen ein Ereignis oder einen Zwischenfall, den Sie persönlich für extrem unheimlich halten?

Da gibt es eine ganze Reihe von Fällen, die mir einen Schauer über den Rücken jagen. Besonders grausam ist die Geschichte, die mir mein Freund und Autor Kriminaloberrat a. D. Klaus Dalski über einen Vater erzählt hat, der aus lauter Dummheit seine beiden kleinen Kinder mit heißem Wasser zu Tode brühte (vgl. „Der Kopf in der Ilm“). Richtig unheimlich ist die Geschichte von einer Riesenschlange in einem Bergsee des Harzes. Ich halte diese Geschichte für keine Erfindung. Von der Mitte des 16. Jahrhunderts an (nach den Entdeckungen) sind zahlreiche Reptilien ihren „Haltern“ ausgebüchst, so scheint es zumindest. Da ist von grünen Basilisken die Rede, die Gift spucken (Sollte das eine grüne Mamba gewesen sein? Oder eine Speikobra?), lange „Würmer“ (so um die 5-6 Meter) werden von Jägern erlegt (Das klingt nach Pythons! ). Ich würde diese Art von Geschichten selber nicht glauben, wenn man nicht immer wieder von ausgebüchsten Riesenschlangen hören würde. Warum also nicht auch 1590, 1610 usw.? Was wissen wir, was die Seefahrer alles so von ihren wunderlichen Abenteuerfahrten mitbrachten?

Die Bände aus der „Bibliothek des Grauens“ sind bestückt mit äußerst unheimlichen und bizarren Ereignissen. Gleichzeitig geben sie einen sehr lebendigen Einblick in den damaligen Alltag. Daher richtet sich die folgende Frage an Sie wiederum als Historiker: Wie gingen damals – z.B. im Mittelalter – die Menschen mit außergewöhnlichen Erscheinungen um? Glaubten sie tatsächlich z.B. an Werwölfe und Besessenheit oder hatten die damaligen Menschen eher rationale Erklärungen dafür?

Wir lebten und leben in einer christlich geprägten Zeit. Das heißt, wir haben Glauben und eine Unmenge Aberglauben. Natürlich glaubten die Leute den Unfug von Werwölfen, Vampiren usw. Heute findet man ja auch noch in den sehr katholischen Regionen Exorzismen, Aberglauben unterschiedlichster Art. Ich glaube an keinen Teufel, nur an den, der in mir steckt. Prometheus gleich, sollten wir unser Menschenbild formen. Da haben wir uns von den Menschen des Mittelalters und der Neuzeit schon etwas weiter entwickelt. Gleichzeitig zähle ich zu den Menschen, die die „Schöpfung“ bewahren wollen. Rationale Erklärungen für Teufel und Werwölfe usw. gab es schon immer, nur hat man den aufgeklärten Menschen oft nicht geglaubt.

Von großer historischer Bedeutung ist die „Kriminalchronik des Dritten Reiches“. Bisher sind zwei Bände erschienen. Wie kam es dazu, dieses Projekt zu verwirklichen? Wird es noch weitere Bände geben?

Die Idee stammte von Wolfgang Krüger. Ja, es wird weitere Folgebände geben, bald sogar die „Serienmörder des Dritten Reiches“ Band I in der Reihe „Historische Serienmörder“.

Der MDR produzierte mehrere Kurzfilme mit dem Titel „Historische X-Akten aus Sachsen-Anhalt“, bei der Sie mitgearbeitet haben. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? Schrieben Sie auch die Skripte zu den einzelnen Sendungen?

Die Reihe fußte auf meinen Geschichten und meiner Idee; leider wurde ich dann aber zunehmend aus der Arbeit „rausgedrückt“. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Sie sind nicht nur Historiker, Verleger und Autor von Sachbüchern, sondern schreiben auch historische Kriminalromane. Im Herbst 2012 erschien z.B. Ihr Roman „Hans Stahl und der Tod der Rosen“. Seit wann schreiben Sie Romane und woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Meinen ersten Roman schrieb ich mit neun Jahren. Die Ideen fliegen mir einfach zu.

Haben Sie als Romanautor bestimmte literarische Vorbilder?

Nein, obwohl es sehr gute Schriftsteller gibt, die mich inspirieren, besonders die älteren Autoren.

Schreiben Sie zurzeit an einem neuen Roman?

Ja, dabei geht es um einen Bücherdieb. Es soll ein fundierter, aber auch erotisch angehauchter literaturhistorischer Roman werden. Mehr kann ich nicht verraten. Bald erscheint im Knabe Verlag Weimar mein Ritterroman „Die Ritter vom schwallenden Wasser“, eine skurrile mittelalterliche Familiengeschichte.

Ich habe einmal gelesen, dass Sie leidenschaftlicher Hobbykoch sind und gerne mittelalterliche Rezepte ausprobieren. Welches mittelalterliche Gericht hat Ihnen bisher am besten geschmeckt?

Karpfen blau nach einem Klosterkochbuch von 1534. Man nehme zum Sieden reinen Wein (trockenen), pro Pfund Karpfen eine Handvoll Salz und mehr nicht. Den Karpfen zirka 20 Minuten sieden. Er schmeckt dann wunderbar nach Karpfen und Wein. Köstlich. Meine Frau hält allerdings nichts von Karpfen blau. Er ähnelt ihr zu stark den Fingern von Leichen …

Lieber Herr Kirchschlager, ich bedanke mich recht herzlich, dass Sie sich für das Interview Zeit genommen haben und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen viele neugierige Leserinnen und Leser!

Das Gespräch führte Max Pechmann.


Juli 4 2013

Die Ritter vom schwallenden Wasser – Eine Rezension von Max Pechmann

Toll trieben es die alten Rittersleut. Dieser Satz trifft voll und ganz auf das neue Jugendbuch von Michael Kirchschlager zu. Es geht um die Herren von Schwallungen, die auf die Idee kommen, auf ihrer Burg einen steinernen Wohnturm zu bauen, da der alte aus Holz gefertigte Turm zu zugig geworden ist. Doch ist das alles andere als ein leichtes Unterfangen. Denn Eberhard von Würzburg gönnt den Schwallingern ihr Bauvorhaben nicht. Das ist aber keineswegs alles, was in diesem Buch geschieht.
Michael Kirchschlager bespickt die Handlung mit zahlreichen Einfällen und Späßen, durch die der Leser einen recht amüsanten und überaus unterhaltsamen Einblick in das Mittelalter und das Leben auf einer mittelalterlichen Burg erhält. Die Kinder der Schwallinger denken sich stets neue Streiche aus, sodass auf der Burg nie Langeweile aufkommt. Leittragender ist dabei u. a. der Burgkaplan Bruder Notker, der in schiere Verzweiflung gerät. Um teures Geld hat er einen Splitter des Kreuzes Jesus von einem Reisenden aus Jerusalem erstanden. Doch die kleine Kunigunda findet, dass dieses winzige Holzstück doch etwas zu armselig aussieht. Auf hervorragende Weise verbindet Kirchschlager hier Satire mit Witz, sodass der Leser nicht anders kann, als laut aufzulachen. Aber es bieten sich auch viele weiterte Gelegenheiten, in denen die Kinder der Schwallinger und damit auch die Leser voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Da werden unliebsamen Zeitgenossen die „Ärsche“ mit Honig eingeschmiert und daraufhin die Bienen freigelassen. Es gibt Streit um einen Karpfenteich, den die Schwallinger versuchen, auf ihre ganz spezielle Weise zu lösen. Und immer wieder wird dabei der „üble Schurke“ Eberhard von Würzburg aufs Korn genommen. „Die Ritter vom schwallenden Wasser“ ist wirklich herrliche Unterhaltung. Das Buch ist witzig und spannend, sodass es schwer fällt, die Geschichte über die Familie der Schwallinger wieder aus der Hand zu legen. Stets möchte man wissen, welche Streiche sich die Rittersleute als nächstes ausdenken. So kann es durchaus passieren, dass man den Roman in einem Zug durchliest. Zugleich liefert der Roman viele Informationen über das Mittelalter. Damit ist er nicht nur unterhaltsam, sondern zugleich auch überaus interessant. Denn Michael Kirchschlager versteht es, wie kaum ein anderer Autor, dem Leser die damalige Zeit so nahe zu bringen, dass man meint, direkt am Geschehen teilzunehmen. Das liegt auch an den Figuren, die sehr lebendig und liebevoll gestaltet sind. Das Buch eignet sich sowohl für Kinder ab 10 Jahren als auch für Erwachsene. Ein erfrischendes Lesevergnügen. Max Pechmann, Film und Buch


Mai 27 2013

Infos zur Großen MARKT-Lese 2013, Neuerscheinung „Die Ritter vom schwallenden Wasser“

Liebe Leserinnen und Leser, zahlreiche Bildimpressionen und Informationen zu der Großen MARKT-Lese 2013 in Arnstadt finden Sie bei www.Literaturfreunde-Arnstadt.de. Desweiteren möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, daß ab sofort mein kleiner Ritterroman „Die Ritter vom schwallenden Wasssr“ (erschienen im Knabe Verlag Weimar, 9,95 Euro) mit Illustrationen des Arnstädter Künstlers Christoph Hodgson erhältlich ist.

Oben als Drachenritter auf der Großen MARKT-Lese von Arnstadt 2013, rechts neben mir Sheik Okudi (Otto Kurt Dieter Hesse). Unten das Cover des neuen Buches.


März 6 2013

Bilder von der Leipziger Buchmesse 2013

Am Stand der „Romantruhe“ und dem Online-Magazin www.Geisterspiegel.de.

Im Hintergrund die frischen Exemplare der Dark Crime Anthologie, in der auch meine Crako-Erzählung „Die Pechlarve“ zu finden ist. Unten bin ich als einsamer Kämpfer des Mittelalters auf dem Knabestand zu sehen.


Feb. 27 2013

In Vorbereitung: Die Ritter vom schwallenden Wasser

Im Juni erscheint im Knabe Verlag Weimar, der „Knabes Jugendbücher“ neu aufleben will, mein Titel „Die Ritter vom schwallenden Wasser“ als Band 1.

Zum Inhalt: Das Leben auf einer fränkisch-thüringischen Ritterburg kann hart, aber niemals langweilig sein! Auf Drängen seiner Frau und um den Adligen der Umgebung nicht nachzustehen, beschließt Ritter Brun einen steinernen Turm zu erbauen. Schnell begreifen die „Swallinger“ um Brun und Oheim Egil jedoch, daß so ein Bau seine Tücken hat. Zudem liegen sie in stetem Streit mit dem Burgvogt der Henneburg, Eberhard von Würzburg, dem sie so manchen Streich spielen. Dabei geht es mitunter ziemlich derb zur Sache.

Die Illustrationen schuf der Arnstädter Kunstmaler Christoph Hodgson.


Jan. 22 2013

Große MARKT-Lese am 25. Mai 2013

Beleben Sie gemeinsam mit uns, einigen Arnstädter und Thüringer Autoren, unsere Innenstadt! Ob spanndende Kindergeschichten, Nachdenkliches, Mundartliches, Mysteriöses oder Erotisches – für jeden ist etwas dabei.

Dazu laden wir Sie recht herzlich auf den Marktplatz von Arnstadt zu einem Lesesamstag der besonderen Art ein.

Bisher fristeten die Arnstädter Autoren eher ein unbedeutendes Dasein. Zu Unrecht, wenn man sieht, wieviele Romane, Erzählungen und Gedichte schon geschrieben und veröffentlicht wurden! Die ehrenamtlich von Dieter Hesse und Michael Kirchschlager organisierte Literaturveranstaltung möchte die Arnstädter und Thüringer Autoren, die mit Arnstadt verbunden sind, den kleinen und großen Arnstädtern und unseren Gästen näherbringen. Wir wollen Interesse an Arnstädter Literatur wecken und Arnstadts Ruf als Stadt der Kultur und der Geschichte pflegen. Continue reading


Jan. 9 2013

SELBST – Eine Ausstellung des Arnstädter Kunstmalers Christoph Hodgson

Arnstadt hat Vieles zu bieten. Den Spruch hören wir täglich. Doch das Besondere sind seine Menschen, und einer von ihnen, ein ganz besonderer, gab sich am 19. Januar in der Arnstädter Kunsthalle die Ehre: mein Freund, der Kunstmaler Christoph Hodgson. Continue reading


Nov. 6 2012

Ab sofort und drachenschnell lieferbar: Emil aus der Drachenschlucht

Emil, der kleine Drache, will nicht mehr in einem modrigen Sumpf leben. Daraufhin wünscht ihn sich seine Mutter in ein Land, wo die Menschen die Drachen noch lieben. Der kleine Drache Emil wächst in der Drachenschlucht im schönen Thüringen auf und wird von Professor Jakoble, einer alten weisen Rabenkrähe, erzogen. Auf seinen Erkundungen außerhalb der Schlucht erlebt er allerlei Abenteuer, lernt verschiedene Menschen und Tiere kennen und begegnet einer echten Prinzessin, die von einem bösen Schurken gefangengehalten wird. Welche Lebewesen Emil trifft und ob es ihm gelingt, die bezaubernde Prinzessin zu befreien, erfahrt Ihr, wenn Ihr unseren kleinen Drachen bei seinen Erlebnissen begleitet. Knabe Verlag Weimar, Michael Kirchschlager (Autor), Steffen Grosser (Illustrator), Hardcover, 40 Seiten, zahlreiche Farbillustrationen, Lesealter ab 9, Preis: 14,95, ISBN: 978-3-940442-91-8

Bestellungen sind im guten Buchhandel, bei Amazon.de, Knabe Verlag Weimar oder Verlag Kirchschlager möglich!


Okt. 31 2012

Neuerscheinung: Praktisches Handbuch für Jäger von Otto Grashey

Im Jahre 1912 starb in München Otto Grashey, einer der bedeutendsten deutschen Tiermaler und Jagdbuchverfasser. Aus diesem Anlaß präsentieren wir in seinem Todesjahr als Jahrhundertausgabe sein „Praktisches Handbuch für Jäger“ von 1894 als hochwertigen Hardcoverband im Schuber. Die Auslieferung für die Vorbesteller hat begonnen.

Hardcover im Schuber, Fadenheftung, zwei Lesebändchen, 800 Seiten, etwa 200 Abbildungen Neudruck der Ausgabe von 1894 mit Ergänzungen der 3. Auflage von 1916. Preis: 78 Euro. Ein wunderbares und edles Weihnachtsgeschenk für alle Jäger, Forstmänner und Jagdfreunde. Bestellungen direkt bei: www.verlag-kirchschlager.de . Weitere umfangreiche Informationen bei www.buecher-im-schuber.de.


Okt. 30 2012

In Vorbereitung: Eucheens Geschichten am Gartenzaun. Mundartliches aus Arnstadt und Umgebung von Ingrid Gruhl

Pünktlich zum 1. Advent erscheint im Verlag Kirchschlager ein neues Buch.


Ingrid Gruhl: Eucheens Geschichten am Gartenzaun. Mundartliches aus Arnstadt und Umgebung. Mit Illustrationen von Bernd Hofmann und einem Nachwort von Eberhardt Pfeiffer. Verlag Kirchschlager, Arnstadt 2012, ISBN 978-3-934277-44-1. Hardcover, Leseband, 125 Seiten. Das Buch wurde in alter Rechtschreibung verlegt. Es ist im Buchhandel ober bei www.Verlag-Kirchschlager.de erhältlich und kostet 14 Euro. „Mit ihren Geschichten hat Ingrid Gruhl etwas geschafft, was nur ganz selten gelingt: Sie hat die Mundart aus dem Museum ins tägliche Leben geholt. Was sonst oft abschätzend unter verstaubter  Brauchtumspflege abgetan wird, erweist sich bei ihr als Kommunikationsinstrument des täglichen Bedarfs. Es geht in den Gesprächen über den Gartenzaun um das Internet, das Bonusheft beim Zahnarzt, den Schönheitswahn, die schlechten Busverbindungen oder auch den „Westbesuch“. Nur eben nicht in Hochdeutsch, sondern so, wie den Leuten der Schnabel gewachsen ist.“ (Eberhardt Pfeiffer)