Mai 16 2018

Erste Bildimpressionen von der Ausstellung „Teuflisches Werkzeug – Thüringer Burgen im Krieg“ auf Burg Kapellendorf

Blick in das Steingewölbe der Kemenate zu Kapellendorf. Insgesamt werden aus sieben Belagerungen (Zeitraum: 1212-1451) Blidensteine gezeigt. Die teils bis 120 Kg schweren Steine („Kaisersteine“ von Weißensee) sind einzigartige Relikte und Exponate und vorallem die letzten Zeugen schwerster Belagerungskämpfe in Thüringen. Continue reading


Apr 21 2018

Neuerscheinung: „Teuflisches Werkzeug – Thüringer Burgen im Krieg“ Begleitbuch zur Ausstellung auf Burg Kapellendorf

Bei keinem anderen Bauwerk stoßen wir auf solch vielfältige Funktionen und Funktionsänderungen wie bei der „Burg“, jenem symbolhaften, befestigten und multifunktional genutzten Wohn- und Wehrbau des Mittelalters. Continue reading


Apr 28 2017

Der Erfurter Blidenhof in der Blidengasse – Zur Geschichte eines miltärtechnischen Zweckbaus im Spätmittelalter

Die im späten Mittelalter allgemein in Deutschland als Bliden bezeichneten Steinschleuder-Maschinen waren aufgrund ihrer Effizienz, die in einer eindrucksvollen Treffgenauigkeit, hohen Wurffrequenz und einer gefürchteten Zerstörungskraft bestand, weit verbreitete Kriegsmaschinen bzw. schwere Fernwaffen (Europa und Asien). Allerdings hat keine Blide die Zeiten überdauert, wohl aber die mit ihr geworfenen Blidensteine, die „Munition“ der Steinschleuder-Maschinen. Sie zeugen noch heute als archäologische Relikte – zu tausenden allein in Deutschland – auf Burgen, in Städten und an zahlreichen anderen Orten von einst schweren Kämpfen und dem Stand der Kriegstechnik. Hierzu siehe auch den Link zu meinem Beitrag über Blidensteine in „Burgen und Schlösser“ 2017/2.

 http://www.deutsche-burgen.org/de/institut/zeitschrift/assets/bos/burgen-und-schloesser-02-2017/index.html. Die Lagerung und höchstwahrscheinlich auch Wartung der Bliden sowie allem anderem Kriegsgerät, erfolgte in sogenannten Blidenhäusern oder Blidenhöfen. 

Eine Erklärung für Blidenhaus findet sich im gängigen Mittelhochdeutschen Wörterbücher von Müller, Benecke und Zarncke: „bliden-hus stn. bleidenhaus, geschützhaus.“ Straßennamen, wie Blidengasse oder Pleidenstraße erinnern an die Lage der militärtechnischen Zweckbauten noch heute (Wismar, Stralsund, Frankfurt). Die Nennung von Blidenmeistern in städtischen Urkunden könnte ebenfalls ein Hinweis auf die Existenz von Bliden und / oder Blidenhäusern sein (z. B. Aachen, Braunschweig, Lüneburg, Hanse, Deutscher Orden). Allerdings lassen sich die Blidenhäuser und Blidenhöfe nur noch schwer lokalisieren, da die alten Straßennamen „verlorengingen“ oder die Blidenhäuser Neu- oder Umbauarbeiten zum Zeughaus, dem Abbruch oder Bomben zum Opfer fielen.


Keines der großen Übersichtswerke zu den Bau- und Kunstdenkmalen der Stadt Erfurt hat sich dem profanen Blidenhof gewidmet. Nur bei Georg Liebe findet man ihn, wenn er kurz der Wurfmaschinen gedenkt, „als deren letzte Erinnerung der Name des Blidenhofes blieb“.1 Continue reading


Apr 22 2015

Blide und Mauer – Waffe und Ziel: Zur Effizienz (Teil 9)

Kommen wir abschließend zum wichtigsten Punkt unserer Betrachtung, zu dem Zusammenhang zwischen Waffe und Ziel, Wurfmaschine und Burgmauer. Eindrucksvoll haben Thüringer Archäologen den Untergang der thüringischen Wysburg, einem Raubritternest, durch Erfurter (?) Kontingente und einer schweren Blide (mit darauffolgender Schleifung) untersucht und dokumentiert und den einfachen aber bisher doch schwer zu erkennen Zusammenhang zwischen Blide und Burgmauer aufgezeigt. Das Ergebnis ist eindeutig und läßt sich wohl auf die meisten Einsätze von Bliden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ableiten (Burg- oder Stadtmauern im Heiligen Land sind hier ausgenommen!).1 Aufgrund der Fähigkeit der Blide Tag und Nacht im direkten Wurf treffsicher mit einem kalibrierten Blidenstein immer auf dieselbe Stelle zu werfen, kann man aufgrund der Geschoßgeschwindigkeit plus Geschoßgewicht und Härte des verwendeten Materials (Kalkstein, Granit)2 genau das untere Drittel einer Burgmauer anvisieren.

Hier eine Abbildung aus dem „Kanonenbuch“ des Johann Bengedans (um 1450), der das direkte Richten (Anvisieren) kennt und empfiehlt, für eine effektive Zerstörung eines Turmes das untere Drittel (!) anzuvisieren und zu beschießen. Bengedans zeigt in seinem Buch auch eine Abbildung einer Blide, d. h. der Büchsenmeister kannte sich auch mit diesen Maschinen aus. Zudem wußte er nicht nur Schießpulver zuzubereiten sondern er kannte auch die Gesetze der Ballistik.

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Apr 22 2015

Bliden im Einsatz (Teil 8)

Beim erfolgreichen „Landfriedensbundeinsatz“ der Aachener Blide 1385 gegen die Herren von Reifferscheid sind Rechungsbelege erhalten. Dabei wurden über 200 Blidensteine und etwa 100 Kanonenkugeln geworfen und geschossen.1

Anna Maria neben einem Blidenstein (?!) der Burg Burghausen. Der Bursche wiegt mindestens 60-80 Kg.

Bereits 1366 brachen die Kölner Burg Hemmersbach, d. h. sie schossen die Burg sturmreif, legten eine Bresche und schickten ihre kampferfahrenen Fußtruppen hinein. Nachdem die Burg erobert war, wurden 13 „Raubritter“ am Heiligen Abend gerädert. Aus einem Rechnungseintrag erfahren wir, daß es Steinmetzen waren, die „dat huss zu brechen“ hatten. Das geschah planvoll und höchst effektiv. Aus dem äußeren Schalenmauerwerk wurden rundherum Steine herausgebrochen und mit dünnen Holzstäben ausgesteift und mit Reisig verfüllt. Nachdem dies geschehen war, wurde an vielen Stellen gleichzeitig Feuer gelegt, die Abstützhölzchen brachen und es entstanden gleichzeitig zahlreiche Hohlräume und Burchkanten; die Burg stürzte planvoll innerhalb eines kurzen Moments ein.2 Continue reading


Apr 22 2015

Zur Ballistik des Blidenwerfens unter modernen artilleristischen Gesichtspunkten (Teil 7)

Um Wirkungsweise, militärischen Nutzen und Nutzung der Bliden zu verstehen, kommen wir um einige Ausführungen zur Ballistik, der „Artillerieschießkunst“ (von griech. ballain=werfen), nicht herum. Hier sei nur kurz angemerkt, daß der Verfasser bestimmte Befehle und Begriffe aus seiner militärischen Ausbildung bei der Benutzung der Runneburg-Blide – notwendigerweise – eingeführt hat (z. B. „zu gleich“ für das Herabwinden des Wurfarmes).1 Unter Ballisitik verstehen wir allgemein die Lehre von der Bewegung geschossener oder geworfener Körper. Ob die mittelalterlichen Blidenmeister bewußt mit ballistischen Problemen bekannt waren oder aber nur die Ballistik aus praktischer Erfahrung und Beobachtung (was für Blidenmeister völlig ausreichend ist, was die zahlreichen erfolgreichen Belagerungen beweisen) muß dahingestellt bleiben. Die Ballistik bestimmt die Kräfte, die auf die Geschoßbahn, d. h. die Linie, die der Schwerpunkt des Geschosses beschreibt (ballistische Kurve), einwirken. Die Flugbahn beschreibt den Weg, den ein Geschoß in der Luft zurücklegt. Ballistische Berechnungen gehen von der sogennanten v 0, der Anfangsgeschwindigkeit der Geschosse aus. Auf die Gestaltung der Flugbahn wirken Richtung, Geschwindigkeit, Drehung, Luftwiderstand und Schwerkraft ein. Unter dem Einfluß der Schwerkraft senkt sich das Geschoß, es entsteht eine gleichmäßig gekrümmte Linie (parabolische Kurve), bei der der Scheitelpunkt in der Mitte liegt und der aufsteigende Ast, d. h. der Weg vom Abwurfpunkt des Blidensteins (im Moment des Öffnens der Schlinge bzw. des Schleudersacks) bis zum Scheitelpunkt, gleich ist dem absteigenden Ast, dem Weg vom Scheitelpunkt bis zum Aufschlag des Blidensteins. Abgangswinkel (die Neigung des den Schleudersack verlassenen Blidensteins gegen die Waagerechte) und Fallwinkel (Einfallswinkel, die Neigung des Blidensteins gegen die Waagerechte am Aufschlag), Anfangs- und Endgeschwindigkeit sind gleich groß. Der Luftwiderstand beeinflußt aber die Bewegung des Blidensteins derartig, daß der Blidenstein fortgesetzt in seiner Vorwärtsbewegung gehemmt wird. Da die Schwerkraft stets gleichmäßig wirkt, das Fortschreiten in jedem Zeitteilchen jedoch abnimmt, so entsteht hieraus eine ungleichmäßig gekrümmte Linie, die ballistische Kurve. Bei dieser liegt der Scheitelpunkt dem Aufschlagspunkt näher, der aufsteigende Ast ist länger als der absteigende, der Fallwinkel größer als der Abgangswinkel, die Endgeschwindigkeit geringer als die Anfangsgeschwindigkeit. Die sich daraus ergebende flache ballistische Kurve ließ sich bei allen Würfen mit der Runneburg-Blide immer sehr gut beobachten, besonders bei den Nachtwürfen mit pyrotechnisch behandelten Steinkugeln.

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Apr 22 2015

Blidenmeister – Ingenieure, Zimmermeister, Architekten (Teil 6)

Zuständig für die Lagerung und den Einsatz der Bliden waren sogenannte Blidenmeister oder Werkmeister, die nicht nur als „Geschützführer“ während eines Einsatzes fungierten sondern auch die Maschinen selbst bauten, warteten und vielleicht sogar technisch verbesserten und damit mit anderen Meistern im Wettstreit lagen.1 Als Kaiser Otto IV. die „balliste“, wohl das teuflische Werkzeug von 1212 in seinem Testament den Kreuzfahrer nach Livland vermacht, ist es ein Herzog von Sachsen, der als Maschinenmeister benannt wird. Die Stadt Frankfurt bezahlte 1367 den Blidenmeister Dylman von Fulde für seine Dienste in der Fehde mit Philipp den Ältesten von Falkenstein, was dieser quittierte.2 Bereits für 1288 ist ein domus machinarum bezeugt. Namentlich ist für das Jahr 1337 ein Meister Burkhard, der Blidenmeister von Bern, belegt.3 Der Blidenmeister (blidenmestere) Lambert für Lüneburg ist für 1373 belegt.4 Um nur einige Beispiele zu nennen.

Blidenmeister waren gefragte Spezialisten. Heute wird das bei Hobbyhistorikern oft unterschätzt. Das Werfen mit Bliden war eine Kunst resp. Wissenschaft. Continue reading


Apr 22 2015

Ausgewählte historische Quellen zu Steinschleudern – Steinerne Zeugen – die Blidensteine (Teil 5)

Keine Blide hat die Zeiten überdauert, wohl aber die mit ihr geworfenen Blidensteine, die Munition der Steinschleudern. Die erforderlichen Konstruktionsmaße der Runneburg-Blide orientierten sich an den Größen bzw. den Gewichten, der auf der Runneburg gefundenen kaiserlichen Blidensteine von 95 bis 105 Kilogramm Gewicht. Von „Blidenkugeln“ kann man bei dieser in der erstmalig in der deutschen Artilleriegeschichte verwendeten Munition noch nicht sprechen, wohl aber war man bemüht ihnen eine rundliche Form zu geben, was die Form der „Findlinge“ und Abschlagsspuren (nicht Aufschlagsspuren) beweisen. Zwar kann man bei den Blidensteinen der Runneburg noch nicht von gerundeten oder kalibrierten Blidensteinen sprechen, wohl aber ist eine relative „Kalibrierung“ auf ein mittleres Gewicht von 100 Kg unverkennbar. Die Kalibrierung von Blidensteinen (also ersten Wurfsteinen) zu „Blidenkugeln“ (ein jüngerer Terminus), ist bereits für 1244 belegt und Marinus Sanutus merkt 1321 an, daß man die Steine zu Kugeln formt. Bereits Aegidius Romanus weiß, daß die Steine für die Maschinen1 immer gewogen werden müssen, wenn man ein bestimmtes Ziel genau treffen will.2

Emil neben einer Blidensteinpyramide, von denen es auf Burg Burghausen zwei gibt. Mindestens 100 Blidensteine (neben granitenen neueren Steinkugekln!) liegen im Burggelände von Burghausen. Einige Exemplare sollten unbedingt ins Museum geschaft und gesichert werden. Ein Stein weist sogar ein Steinmetzzeichen auf.

Deutlich erkennt man das Steinmetzzeichen. In älteren Publikationen findet man immer wieder den Hinweis, die runden Steine hätte man bei Angriffen den Burgberg hinab gerollt. Ohne eine Blide durchaus sinnvoll… zumindest, wenn man gar nichts mehr hat, was man auf den Feind werfen, schießen oder schleudern kann … Nein! Bei den kalibrierten Blidensteinen von Burghausen handelt es sich um mindestens einen Satz für eine Maschine (in etwa vergleichbar mit einem „Geschützsatz Granaten“).

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Apr 22 2015

Zur Funktion der Runneburg-Blide (Teil 4)

War die Blide „gespannt“, wozu an jedem Spannrad vier Mann nötig waren, das heißt, der Wurfarm war bis etwa 20 cm über der Laufrinne herabgewunden, wurde ein Halteseil über den Wurfarm gelegt und am Abzugsmechanismus befestigt. Dann wurde das Spannseil mittels Spannräder „abgewickelt“. Nun legte der Blidenmeister die Seile der Wurfschlinge parallel in die Laufrinne und schob den Blidenstein mit der abgeflachten Stelle nach unten in den Schleudersack. Erst jetzt schob er aus Sicherheitsgründen das lose Ende der Wurfschlinge über den Haken. Die Blide war abwurfbereit. Nach dem Kommando „Und los!“ wurde das Seil des Abzugsmechanismus gezogen, das Sicherungsseil schnellte über den Wurfarm und gab diesen frei. Der schwere Gegengewichtskasten zog den kurzen Hebel nach unten, der längere Hebel bewegte sich gemächlich, aber nicht langsam, in die Höhe und bei einer leichten vorwärtsgerichteten Neigung gab der Haken die Wurfschlinge frei. Der Blidenstein flog in flachem Bogen mit hoher Geschwindigkeit ins Zielgebiet. Während der Wurfarm mehrfach hin und her schwankte um endlich zur Ruhe zu kommen, zerrte er das Wurfseil noch wie eine Peitsche hin und her.

Die Runneburg-Blide in ungespanntem Zustand (mit senkrecht stehendem Wurfarm) im Winter.

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Apr 22 2015

Die Konstruktion der Runneburg-Blide anhand spätmittelalterlicher Bild- und Textquellen (Teil 3)

Wenden wir uns deshalb zuerst der Konstruktion einer Blide zu und betrachten eingenhder die Runneburg-Blide. Die historische Vorlage für die Grundkonstruktion der Runneburg-Blide – des den Triböcken namensgebenen Dreibocks – geht auf zwei sich ähnelnde Abbildungen in spätmittelalterlichen Handschriften zurück.1 Die senkrecht auf jeweils einem längs ausgerichteten Schwellenbalken stehenden und verzahnten Dreiböcke wurden mit zwei langen im unteren und einem kurzen im oberen Bereich eingepaßten Querbalken verbunden. Die Köpfe der Dreiböcke waren mit Blechen und Eisen gesichert, um ein mögliches Aufreißen und ein Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Die Längsschwellbalken ruhten zudem eingepaßt auf drei auf einem Kiesbett lagernden Querschwellbalken, von denen der Mittlere, der Längste war (Kreuzform) und zusätzlich massive Querstreben aufnahm, die der Statik dienten und an denen kleine Querhölzer eingepaßt waren, die als Leiter dienten. Mittig verlief eine hölzerne Laufrinne für die Wurfschlinge samt ledernem Schleudersack mit Blidenstein. Er war glatt gehobelt, um die Reibung zu minimieren und den Schleudersack nicht unnötig durch Reibungskräfte zu schädigen. Der Schleudersack selbst wurde vor jedem Werfen eingefettet. Am hinteren Teil der doppelten Querbalken waren auf jeder Seite große hölzerne und mit Eisenbändern gesicherte Spannräder mit eisernen Zahnrädern eingebracht, die über eine Welle das Spannseil des Wurfarmes aufnahmen, das im oberen Drittel mittels eines eisernen Ringes befestigt war. Eine laufende Rolle erleichterte das Herabwinden des Wurfarmes. Die eisernen Zahnräder ließen sich bereits auf arabischen Bliden des 13. Jahrhunderts nachweisen und dienten der Arretierung der Spannräder. Ihr Gegenpart war ein kleiner eisernen Zahn, weshalb beim Herabwinden des Wurfarmes ein typisches Rattern bzw. Klicken zu hören war. Die starken Seile bissen sich massiv in die Spannwelle, die ebenfalls aus Hartholz gefertigt war. Die Seile waren, genau wie die ganze Runneburg-Blide, TÜV geprüft. In der Spitze der Dreiböcke war eine Stahlwelle mit Abstandshülsen eingepaßt, die den Wurfarm mittig hielt. Der Wurfarm bestand aus drei miteinander verzahnten und mit Eisenbändern und Seilen umwundenen Balken. Den mittleren Balken arbeitete man aus einer 300jährigen dänischen Esche, die beiden außen liegenden Balken waren aus einheimischem Nadelholz. Das Hartholz sorgte für Stabilität, das Nadelholz für Elastizität. Der Wurfarm hatte eine Gesamtlänge von 14,47 Metern, die Höhe der Blide war 17,64 Meter, die Achshöhe von der Auflagenfläche betrug 6,97 Meter. Die Runneburg-Blide war somit etwas kleiner, als die Große Blide des Konrad Kyeser. An der Spitze des Wurfarmes war ein besonders gekrümmter Haken aus Eisen befestigt. Die Krümmung des Hakens blieb immer ein Geheimnis, weil sich hierin der richtige Abschußwinkel für das Lösen der Wurfschlinge verbarg. Der Haken wurde durch Werner Freudemann mit einer Eisensäge in die richtige gekrümmte Form gebracht. Am Ende des Wurfarmes waren eingepaßte Bleigewichte angebracht. Continue reading