Aug 31 2010

Zur Person: Kriminaloberrat a. D. und Buchautor Klaus Dalski

Heute möchte ich Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, einen neuen “Kirchschlager-Autor” vorstellen: Kriminaloberrat a. D. Klaus Dalski, dessen Buch “Der Kopf in der Ilm. Ein Thüringer Kriminalist erzählt.” bald in unserem Verlag erscheinen wird.

Klaus Dalski

Zur Person: 1939 in Frankfurt/Oder geboren. Nach dem Schulabschluß Lehre als Maurer, ab 1. September 1955 Studium an der Arbeiter- und Bauernfakultät in Weimar. Zwei Studienabschlüsse als Lehrer – Diplomlehrer für Körpererziehung. Bis 1964 im Schuldienst und ab 16. September 1964 bei der Kriminalpolizei Weimar tätig. 1975 Wechsel zur Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei in Erfurt, später Leiter der Untersuchung. Abschluß der Polizeihochschule im Fernstudium als Diplom-Staatswissenschaftler.  Lehrbeauftragter der Polizeifachschule Aschersleben für das Fach „Psychologie“ der sogenannten „Kriminalklassen“. Ab Januar 1992 Fachdozent am Bildungszentrum für Sicherheit in der Wirtschaft München, zuletzt deren Geschäftsleiter der Außenstelle Erfurt bis zur Berentung im Jahr 2000.

Verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Hobby: Fußball. Jahrelang Torwart der DDR-Ligamannschaft von Weimar. 1956/57 Juniorennationalspieler der DDR mit fünf Länderspieleinsätzen.

Dienstgrade bei der K:

1964: Einstellung als Kriminalmeister

1965: Ernennung zum Unterleutnant der Kriminalpolizei

1966: Leutnant der Kriminalpolizei

1968: Oberleutnant der Kriminalpolizei

1975: Hauptmann der Kriminalpolizei

1979: Major der Kriminalpolizei

1983: Oberstleutnant der Kriminalpolizei

Ab 1989: Kriminaloberrat

Ab 1990: Kriminaloberrat a. D.

Dienststellungen bei der K:

1964–1965: Sachbearbeiter der K

1965–1974: Sachgebietsleiter VII der K (Vorbeugung und Bekämpfung der Jugendkriminalität)

1974–1976: Stellv. Dezernatsleiter und Offizier Jugend der BDVP

1977–1982: Dezernatsleiter III (Anleitung und Kontrolle)

1982–1989: Stellv. Abteilungsleiter K und Leiter Untersuchung

1989–31.12.1990: Direktionsleiter im Bezirkskriminalamt

In Kürze erscheint auf  www.Kriminalia.de ein ausführliches Interview mit Klaus Dalski.


Aug 20 2010

In Vorbereitung: Klaus Dalski – Der Kopf in der Ilm

Liebe Bücherfreunde! Zum Wochenende gibt es schon einmal das neue Cover von Klaus Dalskis Buch “Der Kopf in der Ilm. Ein Thüringer Kriminalist erzählt”. Das gute Stück erscheint in ca. 5 Wochen, hat etwa 200 Seiten, ist ein Paperback (franz. Broschur mit Klappen) und kostet 14.80 Euro.

Klaus Dalski

Klaus Dalski


Aug 11 2010

Drei Neuerscheinungen im letzten Quartal

Am 31. August endet die Vorbestellungsfrist für die limitierte Ausgabe des Schwarzburger Exemplars der „Practica“ des Rechenmeisters Adam Ries von 1550. Also, wer sein Exemplar incl. Kommentarband noch nicht bestellt hat, kann es noch über www.verlag-kirchschlager.de ganz einfach online tun. Sehr viele Exemplare kommen nicht in den Handel, der Rest der Auflage ist Projekten des Adam Ries Fachwissen e. V. in Erfurt vorbehalten. Continue reading


Aug 10 2010

Weitere Tannenbergbilder

Hoffentlich dauert die Schlacht nicht allzu lange!

Michael Kirchschlager

Wandmalereien dreier Hochmeister, zeitgenössisch, im Dom von Marienwerder! Selten, wobei man bemerken muß, daß hier auch Gebeine gefunden wurden, so unter anderem von Heinrich von Plauen!

Wandbilder von Hochmeistern des Deutschen Ordens


Aug 10 2010

Als Stadthauptmann Hans Stahl und Ritter in Salve TV

Hier der Link zum sehr gelungenen Filmbeitrag!

http://www.salve-tv.net/web/de/webtv/webtv.php?rubrikID=
heute&videoID=5756&VideoSuche=&autoplay=false&area=&division=
&counter=1&leaf=on

Weitere Infos bei www.marc-neblung.de und www.salve.tv

Aug 6 2010

Kriminalchronik des Dritten Reiches Band II von Wolfgang Krüger in Vorbereitung

Heute möchte ich allen Kriminalia-Freunden schon einmal das neue Cover der “Kriminalchronik des Dritten Reiches II” von Wolfgang Krüger aus Celle präsentieren. Das exzellente Buch wird in ca. 5 Wochen lieferbar sein. Das Cover stammt wieder von Matthias Helbing, Weißensee und Nicole Marquardt, Hamburg, die auch für das gesamte Layout verantwortlich war.

Kriminalchronik des Dritten Reiches Band II


Aug 5 2010

Historische Serienmörder I & II im Handel bald vergriffen

Folgende Titel aus dem Sortiment des Verlags Kirchschlager werden im Handel bald vergriffen sein: Historische Serienmörder I, Historische Serienmörder II, Der spukende Sarg, Kirchschlagers Kriminal- & Curiositäten-Cabinet I und II und Das Obscurum – Scheuderliche Geschichten aus Chroniken des Alten Europa. Von diesen und den anderen Bänden aus unserem Verlagsprogramm haben wir einige Exemplare für unsere Privatkunden reserviert. Alle Bestellungen bitte über unseren Internetshop (portofreier Versand!) bei www.verlag-kirchschlager.de.

Nur noch wenige Exemplare direkt über unsere Homepage lieferbar!

Nicht mehr lieferbar sind Das thüringische Obscurum, Das sächsisch-anhaltische Obscurum und Mörder/ Räuber / Menschenfresser (Band 1 der Bibliothek des Grauens). Sammler sind gut beraten, unseren kostenlosen Newsletterservice zu nutzen und sich “frisch” das jeweils neue Exemplar zu sichern. Auf einer Antiquariatsbuchändlerseite fand ich unser europäisches Obscurum mittlerweile für satte 99 !!! Euro.


Aug 4 2010

Autorin Petra Klages im Interview mit Eva Sassen

„Brieffreundschaft“ mit einem Serienmörder, lautet der Buchtitel. Sein Inhalt zeigt die Entwicklung vom Tierquäler zum Mörder. Abgespaltene Kindheitserlebnisse sind früh zu erkennen. Sie prägen ein Leben lang. Am Extrembeispiel eines Serienmörders wird die Struktur des Missbrauchs von Kindern deutlich. Mit der Autorin Petra Klages SPRACH EVA SASSEN. Continue reading


Aug 1 2010

Eine Buchankündigung von Kriminalkommissar Christian Pundt

Erst kürzlich erschien das Buch „Brieffreundschaft“ mit einem Serienmörder im Kirchschlager Verlag doch  bereits jetzt arbeitet die Kriminologin und Pädagogin Petra Klages wieder an einem neuen Werk aus dem Bereich True Crime, das im 1. od. 2. Quartal 2011 erscheint. Es geht um Serienmörder und Kannibalen. Zwei Tabubrüche auf einen Streich. Continue reading


Jul 26 2010

Auf dem Schlachtfeld von Tannenberg 1410-2010 – Schlachtenrapport eines Schwergewappneten

Am 15. Juli 1410 besiegten in einer mörderischen Schlacht die verbündeten Heere der Polen unter König Jagiello, dem litauischen Großfürsten Witold und tartarischen Hilfstruppen das Heer des Deutschen Ordens unter seinem Hochmeister Ulrich von Jungingen. Dieser, für die Deutschen mehr als unglückliche Waffengang, führte zum Untergang des stolzen Ordens. Diese Geschichte wurde im 19. Jahrhundert von Henryk Sienkiewicz literarisch in einem Roman verewigt. Heute, 600 Jahre später, gedachte man der blutigen Schlacht von Tannenberg (Grunwald wird sie bei den Polen genannt) mit einem Reenactement der Superlative. Vom 15.-18. Juli wurde das Schlachtfeld von Tannenberg zum mittelalterlichen Heerlager. Auf drei Fahnenmasten wehten die Fahnen des Deutschen Ordens, der Polen und der Litauer. Staatsgäste wurden begrüßt, so auch der jetzige Hochmeister des Ordens, Militärkapellen spielten, Flugzeuge versprühten die polnischen Nationalfarben. Grunwald 2010 – ein Nationalfeiertag in Polen. Ein riesiger Mittelaltermarkt wartete auf Käufer, zahlreiche, zum Teil blutige Turniereinlagen luden zur Unterhaltung mittelalterbegeisterter Menschen. 300 000 Besucher sollen es an allen Tagen gewesen sein.

Ich rechnete mit 3 Stunden Schlacht, 30 Kg Kampfgewicht und 30 Grad Hitze. Daraus wurden 2,5 Stunden Schlacht, 25 Kg Kampfgewicht und fast 40 Grad Hitze. Letztere forderte von allen Kämpfern die letzten Kräfte. Viele dehydrierten und erreichten nicht einmal das Schlachtfeld. Mir wäre es hin zum Schlachtfeld, hindurch zwischen zehntausenden Besuchern ebenso ergangen, wären nicht in aller letzter Sekunde meine Edeldame Andrea und mein tapferer Knappe Emil erschienen, die mir die schwere Hundsgugel samt Brünne, Eisenhandschuhe und Schild trugen.

in voller Rüstung

Nachdem ich auf dem Schlachtfeld ankam, trank ich erst einmal ordentlich Wasser und war nach knapp 20 Minuten fit wie nie. Jetzt konnte es losgehen. “Christ ist erstanden” ertönte es aus dem Lautsprecher, allein ich war der einzige, der mitsang. Die Schlacht begann etwas unhistorisch, denn der Hochmeister und sein berittenes Gefolge töteten ein paar arme polnische Bauern und zündeten deren Dorf an. Tatsächlich war es vor 600 Jahren etwas anders, denn die Polen und Litauer verwüsteten – in typischer mittelalterlicher Kriegsweise – das Grenzland des Deutschen Ordens. Grund genug für den Hochmeister sich den Polen in den Weg zu stellen… und die vielen aufgestauten Probleme mit der Waffe zu lösen. Aber wollenwir das den Veranstaltern nachsehen. Nachdem also das Dorf verbrannt war, zog sich der Hochmeister zurück, um dann ein paar sehenswerte Attacken gegen die polnische und tartarische Reiterei zu führen. Dann ging es immer wieder zwischen den Fußtruppen hin und her. Von den im Vorfeld so glorifizierten und hochstilisierten gewaltbereiten “Russen” sah ich nichts. Auf deutscher Seite kamen Bombarden und Hakenbüchsen  (u. a. drei Mann der “Gruppe Schneider” vom thüringischen Brandenburgverein) zum Einsatz, die ein mächtiges Spektakel veranstalteten, aber in der historischen Schlacht wenig ausrichteten. Dann wurde durch polnisches und litauisches Fußvolk eine Truppe Deutscher nach der anderen niedergekämpft. Dazwischen flüchtete die Kulmer Ritterschaft und verriet den Hochmeister. Nun waren wir dran, das Hochmeisterbanner, bestehend aus polnischen Kämpfern, dem kampferfahrenen brandenburgischen Rabenbanner (www.rabenbanner-bernau.de), meinem vogtländischen Ritterbruder Mario von den Freien Söldnern des Vogtlandes und mir. Sollte ich jemanden vergessen haben, möge er sich bei mir bitte melden. Der Rest der Deutschen, darunter einige wortgewaltige “Ruhrpotter”, schaffte es leider nicht auf das Schlachtfeld. Nicht zu vergessen: Zwei andere Thüringer kämpften noch auf polnischer Seite mit. Also kann man mit Recht und Fug behaupten, daß alle Thüringer Kämpfer das Schlachtfeld erreichten und zwei von ihnen sogar bis zum Schluß kämpften. Die Schlacht ging immer weiter, nur ab und an von den Sirenen der SMH unterbrochen. Es gab aus meiner Sicht keine Verletzten, nur zahlreiche “Dehydrierte”. Vorrücken, kämpfen und zurück hieß die Parole. Schließlich wurde der Hochmeister eingekreist, freigekämpft und wieder kamen wir zum Einsatz, zum letzten Male! Das Hochmeisterbanner, noch etwa 30-40 Mann, “rannte” zum Hochmeister, bildete einen Kreis und hielt ihm bis zum Tod die Treue. Ich glaube, nach tapferem Kampf gegen einen großen Polen mit blauem Schild, noch unter den letzten 10-20 Deutschherren gewesen zu sein, bevor ich fiel, von allen Seiten Hiebe einkassierend. Dann lag ich etwa 15 Minuten, bis das Ende der Schlacht signalisiert wurde und wir aufstehen durften. Ich stach mein Schwert in den Boden, stellte den Schild davor und legte meinen Helm mit den völlig ruinierten Pfauenfedern davor. Dann kniete ich nieder und betete ein Vaterunser für den gefallenen thüringischen Grafen Albrecht von Schwarzburg, der als Komtur und Deutschordensritter gefochten und gestorben war. Ich verließ das Schlachtfeld mit gemischten Gefühlen, hatte ich mich im Vorfeld doch bestens mit der Ordengeschichte befaßt. Es bleibt zu wünschen, daß bei zukünftigen Schlachtdarstellungen in Tannenberg/ Grunwald der Deutsche Orden weiter entdämonisiert wird und zumindest  das Abbrennen des Dorfes gestrichen wird. Die Leistungen des Deutschen Ordens, der 1226 von Konrad von Masowien ins Land geholt wurde (er erhielt das eroberte Land der Pruzzen und alles Land, welches er noch erobern konnte!)  sind in Preußen noch weithin sichtbar. Die jüngere Geschichte der Deutschen wirkt leider noch zu stark belastend auf die Geschichte des Deutschen Ordens. Hoffen wir, daß durch solche Geschichts- und Schlachtendarstellungen das noch etwas verschwommene (aber schon deutlich objektivere) Geschichtsbild beiderseits nach und nach korrigiert wird und der Geist der Völkerverständigung herrscht. Uns hat es in Polen jedenfalls gut gefallen und wir können das schöne “Preußenland” nur wärmstens als Urlaubsziel empfehlen.

Kein Zuckerschlecken!

Ich danke folgenden Personen: Meinem Hauptmann Maik Elliger vom Freien Ritterbund Thüringen, für die Überlassung seiner Rüstung und wertvollen Tipps; Schmied Herbert für die Überlassung seiner Hundsgugel und wertvollen Diensten als “Oberknappe”; Burgherr Reinhard Schneider und seinen Brandenburger Edeldamen und Recken, die mir immer freundlich und hilfsbereit zur Seite standen; Irina und Marko Stüdemann, Mario Simon aus Plauen und Jochen aus Leubnitz im Erzgebirge als Gastkämpfer der Gruppe Schwarzes Eichhörnchen, für die tolle Gastfreundschaft; Ewa, von unserer polnischen Pension, die ich für einen Masuren/ Ostpreußenurlaub unbedingt empfehlen kann (www.lesnejezioro.pl); Thomas Butters, für die Organisationsunterstützung sowie allen die ich vergessen haben sollte, besonders aber danke ich meiner Edelfrau Andrea und meinem Knappen Emil, die mir auch die Rüstungsteile vom Schlachtfeld wegschleppten…

Polnische Schwergewappnete- unsere Hauptgegner.

PS Als nächste Schlacht steht Hastings 2012 auf dem Programm, diesmal aber vielleicht auf der Seite der Angelsachsen … mir gefallen deren riesige Äxte so und dann ziehen mich doch “Untergänge” an…