Juli 4 2011

Verlag Kirchschlager – Anwärter für den Stiftungspreis der „Stiftung Deutsche Schrift“

Mit großer Freude nahmen wir die Nachricht auf, daß der Verlag Kirchschlager als ein Anwärter für den Stiftungspreis der „Stiftung Deutsche Schrift“ für 2011 gilt. Das teilte uns kürzlich der Vorsitzer des Bundes für deutsche Schrift und Sprache e. V., Herr Hanno Blohm, mit. Continue reading


Juni 23 2011

Neuerscheinung eines Klassikers: Haarmann – Die Geschichte eines Werwolfs von Theodor Lessing

Zu den bekanntesten und vor allem berüchtigtsten Serienmördern Deutschlands zählt zweifellos Friedrich „Fritz“ Haarmann (1879–1925). In den Wirren der Nachkriegszeit und der Inflation tötete er zwischen 1918 und 1924 in Hannover mindestens 24 junge Männer. Seine Verbrechen wurden in zahlreichen Publikationen beschrieben, 1995 in „Der Totmacher“ mit Götz George in der Hauptrolle verfilmt und schließlich sogar als Comic veröffentlicht. Umfangreich dokumentiert wurden Leben, Verbrechen und Psyche des Serienmörders Haarmann in dem 1995 von Christine Pozsár und Michael Farin herausgegebenen Band „Die Haarmann-Protokolle“.

Haarmann wird zum Gerichtssaal geführt. Haarmann wird zum Gerichtssaal geführt.

Continue reading


Juni 16 2011

Ein paar Tipps zum Arnstädter Kloßrezept der Johanne Leonhard

Thüringer Klöße sind nicht gleich Thüringer Klöße, allein die Vielfalt bereichert unsere Tische. Zu den besten Rezepten zählt für mich tatsächlich das Arnstädter Kloßrezept (Rohe Kartoffelklöße) der Johanne Leonhard von 1842. Ich habe das Rezept am Wochenende mit meiner Mutter (einer erfahrenen „Kloßfrau“) ausprobiert und kann allen Leserinnen und Lesern versprechen: die Arnstädter Klöße sind eine Wucht! Continue reading


Mai 24 2011

Das Thüringer Koch- und Backbuch der Johanne Leonhard (Arnstadt 1842) – ab sofort lieferbar

Das Original-Kochbuch („Koch Buch. v J. Leonhard. 1842.“), das unserer limitierten Ausgabe zugrunde liegt, ist ein fadengeheftetes zweibündiges Koch- und Backbuch in braunem Halbleder und braunem, strukturiertem und gemustertem Pappband der Zeit und hat insgesamt 154 Seiten. Man kann davon ausgehen, daß Johanne Leonhard die Masse der Rezepte selbst in ihr Kochbuch eingeschrieben hat. Andere Handschriften verweisen auf zeitnahe, aber auch deutlich spätere Schreiberinnen. Continue reading


Mai 16 2011

In Vorbereitung: Die Lebenserinnerungen der Rosalie Hübner, geb. Richter

Rosalie Hübner wurde am 28. Mai 1805 in Arnstadt als Tochter des Fürstlich Schwarzburgischen Regierungs- und Konsistorialrates Johann Christian Richter geboren. Es gleicht schon einem Wunder, daß sich ihre Aufzeichnungen erhalten haben, wurde ihr Elternhaus doch im Zweiten Weltkrieg vollständig vernichtet. Auf Wunsch ihrer Kinder beschrieb sie rückblickend ihre Kindheit und Jugendzeit in Arnstadt im 1. Drittel des 19. Jahrhunderts. Neben familiären Ereignissen gibt sie detailliert Einblicke in das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben in Arnstadt. Ihre Kindheit fiel in die Zeit der Napoleonischen Kriege und so manche Anekdote verleiht diesem kleinen Werk einen einzigartigen Charme. Die Lebenserinnerungen enden mit ihrer Eheschließung im Jahre 1828. Danach lebte sie in Naumburg, wo sie 1881 verstarb. Ihre Aufzeichnungen sind ein seltenes Selbstzeugnis und eine wertvolle Quelle, die längst vergangene Zeiten wieder lebendig werden läßt. Die vollständige Bearbeitung mit Kommentaren, Worterläuterungen etc. übernahm Andrea Kirchschlager.

Das limitierte Buch erscheint als hochwertiger Hardcover im Schuber (nach dem Original im Querformat) und sollte in keiner guten Arnstadt-Bibliothek fehlen.

Die Lebenserinnerungen der Rosalie Hübner, geb. Richter.

Herausgegeben und kommentiert von

Andrea Kirchschlager

Preis: 16 Euro. Ca. 160 Seiten, zahlreiche Abbildungen. ISBN: 978-3-934277-34-2


Mai 3 2011

Altes Arnstädter Kochbuch bei Salve TV

Hier findet man den Filmbeitrag bei salve-tv zum Arnstädter Kochbuch: <iframe name=“videoplay“ frameborder=“0″ src=“http://salve-tv.net/services/videoplay.php?videoID=7229&px=400&bg=FFFFFF&autoplay=true“ style=“width:400px; height:360px;padding-top=3px;“ scrolling=“no“></iframe>


Mai 3 2011

Loket – ein mittelalterlicher Traum

Als wir uns entschlossen, über den reiseclub-family.de ein paar Tage ins mittelalterliche Loket abzutauchen (eine herzliche Empfehlung meines Freundes Jörg Becker), ahnten wir nicht, daß wir als Mittelalterbegeisterte noch derart überrascht werden würden. Das tschechische Loket ist eine Reise wert! Als meine Frau vor einer Tafel stand, die den großen deutschen Dichter J. W. von Goethe zitierte, sagte sie: „Jetzt weiß ich, bei wem ich von Loket gelesen habe.“ Und tatsächlich, wir müssen dem deutschen Dichterfürsten beipflichten, wenn er über die Stadt Loket schreibt: „Es liegt über alle Beschreibung schön und läßt sich als ein Kunstwerk von allen Seiten betrachten.“ Continue reading


Apr. 13 2011

„Bürgerbuch der Stadt Arnstadt 1566-1699“ erschienen

Die Stiftung Stoye legt mit Band 53 ihrer Schriftenreihe eine Abschrift der ersten beiden Bürgerbücher der Stadt Arnstadt vor. Für diese umfangreiche Arbeit fand die Stiftung in Andrea Kirchschlager eine Autorin, deren Sach- und Fachkenntnis als Historikerin und Leiterin des Stadt- und Kreisarchivs Arnstadt, deutlich erkennbar wird. Die Stiftung Stoye, mit Sitz in Marburg, geht auf deren Gründer, den Apotheker Rudolf Stoye (1898-1969) aus Speyer zurück, der familiäre Wurzeln in Mitteldeutschland hatte und selbst Ahnenforschung betrieb. Sie wurde 1991 errichtet, in Nachfolge der seit 1971 in der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung bestehenden Stiftung gleichen Namens. Die Arbeit der Stiftung konzentriert sich auf die Edition genealogischer Quellen aus dem mitteldeutschen Raum.

Im Stadt- und Kreisarchiv Arnstadt befinden sich sechs Bürgerbücher für den Zeitraum von 1566 bis 1912. Insgesamt 3607 Menschen sind von 1566 bis 1699 in Arnstadt Bürger geworden, darunter nicht nur einheimische Bürgerkinder, sondern auch zahlreiche Auswärtige aus Orten der näheren und ferneren Umgebung.

Bürgerrechte konnten durch Geburt, Heirat, Erbschaft, Erwerb von Haus- und Grundbesitz oder Aufnahme erworben werden. Bedingungen waren die Entrichtung des Bürgergeldes, der  Nachweis eines bestimmten Vermögens und die Bereitstellung von Feuereimern für den Brandfall. Der Bürgereid mußte im Rathaus in Anwesenheit von Bürgen geleistet werden.

Bürgerkinder zahlten kein Bürgergeld. Auswärtige erhielten bei Heirat mit einer Bürgertochter- oder witwe einen Erlaß an Bürgergeld, mußten einen Geburtsbrief als Nachweis ehelicher Geburt erbringen, keine Rechtsstreitigkeiten anhängig haben und einen Abschied oder eine Kundschaft vorlegen, die bestätigte, daß keine Bedenken wegen des Wegzugs von alten Wohnort bestünden. Auch der Religion wegen Vertriebene wurde als Bürger aufgenommen. Im Bürgerbuch finden sich neben Angaben zum Familien- und Vornamen, Daten der Bürgeraufnahme, Berufe, Herkunftsorte, Bürgergeld, auch die in den in Arnstadt ab 1583 überlieferten Kirchenbüchern recherchierten Lebensdaten, wie Geburt/Taufe, Heirat, Tod/Begräbnis, verwandtschaftliche Beziehungen. Aber auch außergewöhnliche und tragische Ereignisse im Leben der Bürger und ihrer Familien wurden festgehalten, z.B. Unglücksfälle, Mißgeburten, Krankheiten, Selbstmorde, Straftaten, Hinrichtungen, Hexenverbrennungen, Brände. Sogar Kuriositäten und Spitznamen fehlen nicht. Amtsträger und Persönlichkeiten wurden ausführlicher behandelt. Andere Quellen, wie Stadtrechnungen, Chroniken und Leichenpredigten wurden mit eingearbeitet.

Mit diesem Band entstand ein Standardwerk zur Arnstädter Bevölkerungsgeschichte und Genealogie, aber auch zur Stadt-, Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, in dem zahlreiche Informationen über die Bürgerschaft Arnstadts in der frühen Neuzeit enthalten sind. Das einmalige Werk besticht durch die Fülle an Informationen und setzt im Bereich der deutschen Bürgerbucheditionen neue Maßstäbe. Es umfaßt 654 Seiten und enthält ein umfangreiches Namens-, Berufs-, Orts- und Sachregister. Die Auflage ist mit 300 Exemplaren limitiert und kann zum Preis von 29 Euro über den Buchhandel bezogen werden

(ISBN 978-3-937230-17-7).

Bürgerbuch der Stadt Arnstadt 1566-1699

Bearbeitet und aus Kirchenbüchern und

anderen Quellen ergänzt von Andrea Kirchschlager

Schriftleitung: Dr. Jochen Steinecke

Marburg an der Lahn 2011

Schriftenreihe der Stiftung Stoye

Band 53

Hardcover, Fadenheftung, 654 Seiten

ISBN 978-3-937230-17-7

Preis: 29 Euro

Die Stiftung Stoye

Robert Albert Julius Stoye erlebte die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts als Soldat; aus dem 2. Weltkrieg kehrte er als Oberstabsapotheker zurück. Selbst in diesen Zeiten bemühte er sich, das von ihm erarbeitete Wissen um die mitteldeutschen und mittelrheinischen Quellen seiner Familie zu bewahren und zu erweitern. Nach über 30-jähriger genealogischer Forschung begann er Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich, seine Ergebnisse zu fixieren und bei der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V. (damals Sitz Marburg, jetzt Leipzig), der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer und an anderer Stelle zu hinterlegen. Mit diesen Arbeiten, die in Band 42 der Schriftenreihe Stoye zusammengefaßt und um Arbeiten anderer Familienforscher ergänzt wurden, trug er zum Verständnis der persönlichen Hintergründe vieler mitteldeutscher bekannter Persönlichkeiten bei.

Stoye, der selbst keine Familie gegründet hatte, starb kinderlos. Er verfügte testamentarisch die Gründung einer Stiftung, die seinen Namen tragen sollte. Er gab ihr die Aufgabe, seine Arbeiten zu pflegen und Weiterführendes zu fördern.

Die Stiftung Stoye, Sitz Marburg, wurde am 12.11.1991 errichtet. Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts, in Nachfolge der seit 1971 in der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung bestehenden unselbständigen Stiftung gleichen Namens. Zweck der Stiftung ist die genealogische Erfassung von Familien und Geschlechtern im mitteldeutschen Raum. Der Stiftungszweck wird vorzugsweise durch eine eigene Schriftenreihe erfüllt, in der bisher unveröffentlichtes Quellenmaterial bekannt gemacht wird, das dem Stiftungszweck dienlich ist und sich vor allem an Historiker, insbesondere Genealogen, wendet. Diese Veröffentlichungen werden kostenlos an öffentliche Bibliotheken, Archive und genealogische Vereine im deutschen Sprachraum abgegeben. Sie sind über den Buchhandel zu beziehen.

(Quelle: www.stiftung-stoye.org)


Apr. 12 2011

Präsentation des neuen Arnstädter Stadtführers in der Arnstädter Buchhandlung

Ab heute gibt es den neuen Arnstädter Stadtführer ganz offiziell im Arnstädter Buchhandel zu kaufen. Preis: 9,90 Euro.

Das Team der "Arnstädter Buchhandlung" und unsere Marlitt / Uta Kessel. Foto: Christoph Vogel

Das Team der "Arnstädter Buchhandlung" und unsere Marlitt / Uta Kessel. Foto: Christoph Vogel

Die MARLITT und ihr neuer Verleger. Foto: Christoph Vogel

Die MARLITT und ihr neuer Verleger. Foto: Christoph Vogel


Apr. 11 2011

Die Normannen kommen

Blaue Flecken, Schürfwunden, zwei ausgestoßene Backenzähne – am Wochenende war Heerschau des FFC. 200 Männer und einige Frauen trafen sich vor Burg Herzberg in Hessen um in das harte Frühmittelalter abzutauchen. Selbstverständlich waren auch die Recken vom Freien Ritterbund Thüringen um Hauptmann Sizzo alias Maik Elliger mit dabei.

Continue reading